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Home Tierschutz TS - Verteilermeldungen Gegen die Tötung von Eintagsküken
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... gegen die Tötung von Eintagsküken!

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Newsletter 03/2010

Überall begegnen sie uns jetzt wieder, die flaumigen kleinen gelben Küken - Vorboten des Frühlings und der Osterzeit.

So zart und zerbrechlich, auf Osterkarten, als Plüschtiere, verpackt als niedliche Schokoküken - Symbol neuen Lebens. Doch das frisch aus dem Ei geschlüpfte Küken auf der grünen Wiese unter blauem Himmel ist nur ein trügerischer Werbegag.

Diese Postkartenidylle gibt es längst nicht mehr - die Realität sieht anders aus.

Bis zu 40 Millionen männlicher Eintagsküken werden jährlich in Deutschland kurz nach dem Schlüpfen getötet, vergast oder zerhäckselt - nur weil sie das falsche Geschlecht haben.

Monethik statt Ethik - nur der Gewinn zählt

Die extreme Spezialisierung in der Hühnerzucht führt zu einem gnadenlosen Ausleseverfahren: Turbolegehennen müssen Eier legen, 300 in einem Jahr.

Nach dieser Hochleistung sind die Tiere erschöpft, ausgelaugt und werden entsorgt. Aber naturgemäß sind bei der Vermehrung von Legehennen die Hälfte der ausgebrüteten Küken männlich.

Die legen nun mal keine Eier und taugen nicht zur Fleischmast, da sie auf Legeleistung programmiert sind und zu langsam Fleisch ansetzen. Kükenaufzucht | Foto: www.soylent-network.de

Hahnenküken sind für die Brütereien schlicht Abfall. Aus ökonomischer Sicht wertlos, weil Eierproduzenten nur die Hennen brauchen. Deshalb werden sie in den Brütereien nach dem Schlüpfen von Spezialisten („Sexern") routinemäßig von den weiblichen Küken getrennt - "gesext" , aussortiert, mit Kohlendioxid vergast oder lebendig im so genannten Homogenisator, einer Maschine mit rotierenden Messern, zu Brei zermust.

Politischer Offenbarungseid

Stopp! Moment mal, werden Sie sagen. Das darf es doch gar nicht geben, nach dem Tierschutzgesetz ist so ein Vorgehen verboten! Außerdem: Der Tierschutz ist seit 2002 im Grundgesetz verankertes Staatsziel!

Sie haben Recht. Das stimmt natürlich - im Prinzip. Töten von Tieren »ohne vernünftigen Grund« aus rein ökonomischen Gründen widerspricht dem Tierschutzrecht. Doch danach kräht kein Hahn...

 

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Unsere Stimme für die Tiere

Wir vom bmt nehmen das nicht hin. Denn natürlich gibt es Alternativen: Das gute alte „Zweinutzungshuhn" wartet nur auf seine Wiedergeburt. Züchter könnten das Problem durch Rückkreuzung lösen. Das Resultat wäre ein „Federvieh" wie früher im Hühnerstall, das Fleischansatz und Legeleistung unter einen Hut bringt - nur eben mit geringerer Leistung und damit geringerem Profit.

Unterstützen Sie unsere Postkartenaktion

Wir haben ein Schreiben an die Bundeslandwirtschaftsministerin vorbereitet, in dem sie aufgefordert wird, die Weichen für Forschungsprojekte zu stellen, die die Tötung von Küken überflüssig machen.

Fordern Sie mit uns von Ministerin Aigner:

- die Forschung praxisorientierter alternativer Züchtungsprojekte wie für das

Zweinutzungshuhn verstärkt zu fördern

- Langlebigkeit und Robustheit statt Hochleistungszucht als verbindliche Zuchtziele

festzusetzen

- Rassen und Zuchtlinien, die Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere schädigen, durch

entsprechende Rechtsverordnungen zu verbieten

- die Tötung von Eintagsküken zu verbieten.

 
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