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unsere Sally aus Caudete ...

... kam als Pflegehund Lula zu uns.



24.03.2005

Um 12:15 ist Lula, eine mittelgroße und recht kompakte (ausgeprägter Rippenkorb) Galga, am Treffpunkt angekommen. Sie war die erste, die nach 24 Stunden Fahrt aus dem Transporter aussteigen durfte. Als ich sie in meine Arme genommen habe, hat sie erbärmlich nach Pipi und Kot geduftet. Also schnell ins Auto, eine Kleinigkeit futtern, hmm lecker und dann ab nach Hause: die Badewanne ruft.

Ankunft in Duisburg:
1. Halt Wiese: zum Pipi machen. Super, dass hat schon mal gut geklappt. Zu Hause gab es dann erstmal eine ordentliche Portion Futter (auf den Rippen fehlt ihr noch was) und Wasser. Danach wird dann wieder Pipi gemacht, leider in die Wohnung, aber das werden wir jetzt üben, damit es bald draußen klappt. Ihr Geschäft hat sie dann brav auf der Wiese gemacht.

Dann ging es aber erstmal ab in die Badewanne. Jetzt duftet Lula nach Nerzölshampoo Lächelnd

Die ersten Kontakte mit Loona und Pflegehund Nando waren schnell geknüpft. Bisschen anzicken und dann war erstmal Waffenstillstand. Mit meinen Katzen hat sie null Probleme und die Katzen mit ihr auch nicht *freu*.

Lula scheint eine ganz arme Maus gewesen zu sein. An ihrem linken Ohr fehlt ein Stück und das rechte Ohr ist fast zur Hälfte gespalten. Die Rute war gebrochen, so dass ein Stück davon amputiert werden musste (der Faden ist noch dran). Die rechte Hinterpfote ist ein wenig deformiert (sie läuft aber problemlos damit) und die Krallen sind so lang, als wenn sie seit Wochen nur eingesperrt war und nicht laufen durfte. Im Moment liegt sie neben mir auf der Couch und entspannt sich allmählich. Arme kleine Maus, sie muss sehr schlimmes erlebt haben. Fremden gegenüber, vor allem Männern, ist sie sehr ängstlich, besser gesagt: Panisch.

25.03.05
Die kleine Maus ist ja sehr ängstlich, aber die Neugierde treibt sie voran. Schnell hat sie gelernt, dass es in einer Wohnung Annehmlichkeiten wie Couch und Bett, regelmäßige Mahlzeiten und Streicheleinheiten gibt. Hat sie sich einen schönen Platz ausgesucht, möchte sie ihn im Moment noch nicht unbedingt mit einer anderen Nase teilen, aber wer kann es ihr verdenken. Sie hat überall an den Gelenken wunde Stellen, was vermuten lässt, dass sie noch nie ein weiches Plätzchen hatte. Mit unserem Nando hat sie überhaupt keine Probleme und mit Loona gibt es hier und da mal leichten Zickenterror, Tendenz abnehmend. Mit den Katzen klappt es bis jetzt super. Sie frisst mit ihnen aus einem Napf und sie werden auch auf der Couch neben ihr geduldet.

27.03.2005
Die Lula entwickelt sich prächtig. Der Zickenterror ist vorbei. Die Süße verliert auch zunehmend ihre Ängstlichkeit gegenüber uns. Sie läuft mir ständig nach und ist sehr neugierig. Bei Männern, auch bei meinem Mann, ist sie allerdings noch sehr vorsichtig. Das größte ist für Lula im Moment, nach einer ordentlichen Mahlzeit sich auf der Couch oder im Bett lang zu machen. Sie teilt ihren Platz inzwischen auch ohne Probleme mit den anderen Nasen.
Ein wenig Sorgen macht mir im Moment ihre noch nicht verheilte Naht von der Kastration. Da sie immer daran lecken will und damit das Abheilen verhindert, habe ich sie in ein T-Shirt gesteckt und dieses mit einer Elastikbinde fixiert. Sie sieht damit voll stylisch aus, aber besser als der störende Kragen.

28.03.2005
Meine Sorge um Lulas Naht war berechtigt. Gestern Abend waren wir noch in der Tierklinik und heute Morgen haben wir sie wieder zum Nähen hingebracht. Ihre Fäden haben sich zum Teil gelöst, obwohl die Wunde noch nicht abgeheilt ist. Durch den Transport konnte sie daran lecken und die Wunde wurde verunreinigt. In der Tierklinik wurde jetzt eine schöne neue Naht gemacht. Hoffentlich wird diesmal alles gut. Sie hat wieder ein tolles Outfit an, damit sie nicht an der Wunde lecken kann. Am Abend ist Lula bereits wieder durch die Wohnung gelaufen und hat überall nach Futter gesucht. Ich denke also, dass sie auf dem Weg der Besserung ist. Zu meinem Mann hat sie inzwischen schon so viel Vertrauen aufgebaut, dass sie zu ihm läuft und sich streicheln lässt. Das nenne ich doch mal Fortschritt, oder? Draußen macht sie um die Männer allerdings noch einen großen Bogen.

29.03.2005
Der armen Maus geht es heute schon wieder besser. Sie möchte gestreichelt und beschmust werden und hat schon wieder einen gesunden Appetit. Sie läuft schon wieder in der Wohnung hin und her und möchte immer dabei sein.
Es ist schon sehr ungerecht, dass die arme Maus jetzt auch noch so was durchmachen muss. Diese arme Maus hat ganz besonders ein schnelles "Happy End" verdient, denn sie ist bei allem was sie erleben musste einfach nur lieb geblieben und ist ein ganz tapferes Mädchen.

31.03.2005
Der Lula geht es soweit ganz gut. Damit mit ihrer Naht diesmal alles gut wird, lasse ich sie täglich vom Tierarzt kontrollieren. Damit die arme Maus nicht wieder daran lecken kann, aber auch keinen Kragen tragen muss, hat sie einen tollen Stretchoverall von der Klinik bekommen. Damit kommt sie ganz gut klar. Sobald bei uns irgendjemand, egal ob Mensch oder Hund, die Wohnung verlassen hat und zurück kommt, freut sich Lula auf das Wiedersehen. Es macht richtig Spaß zu sehen, wie täglich ein Stück von ihrer Ängstlichkeit verloren geht. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich mal richtig mit ihr toben kann. Unsere Loona wartet auch schon darauf und animiert Lula zwischendurch schon mal zu einem kleinen Spielchen.

01.04.2005
Auch heute waren Lula und ich wieder beim TA und was soll ich sagen, er ist sehr zufrieden mit Lula. Von dem tollen Klinikoverall trägt sie nur noch das Netz, damit die Mullbinde nicht so verrutscht und das Lecken verhindert wird. Sie ist also auf dem besten Weg der Besserung.
Zu Hause entwickelt sich Lula langsam zu einem Kuschelhund und das nicht nur bei mir. Sie geht genauso oft und gern zu meinem Mann. Sie hat sich in der einen Woche bei uns also schon prächtig entwickelt und wir sind total begeistert von ihrem lieben und netten Wesen.

02.04.2005
Heute war ich mit Loona auf der Hundewiese, damit sie sich mal wieder richtig austoben konnte und Lula ist mit meinem Mann und seinem Sohn zu Hause geblieben. Als ich zwei Stunden später wieder nach Hause kam, hat sich die kleine Lula riesig gefreut und gar nicht mehr mit dem Wedeln aufgehört. Super, welch ein Fortschritt in so kurzer Zeit. Meine kleine Zuckerschnute, echt süß.
Natürlich waren wir heute Morgen wieder beim TA und er war mal wieder suuuuuuuuper zufrieden. Er meint, dass Lula entweder außergewöhnlich ist oder ich heilende Hände hätte. Natürlich stimmt seine erste Vermutung: Lula ist eine außergewöhnliche Nase.
Draußen ist sie zwar immer noch ängstlich (wen wundert's - eine Landpomeranze mitten in der Stadt), aber sie geht trotzdem gerne raus. Wenn wir uns Schuhe und Jacke anziehen läuft sie ganz unruhig hin und her. Schwanzwedelnd steht sie an der Tür und möchte mit.

05.04.2005
Eigentlich gibt es nicht viel zu berichten. Lula macht immer mehr Fortschritte in dem sie täglich an Ängstlichkeit verliert und der Heilungsprozess geht auch super voran. Auch heute war der TA so zufrieden mit ihr, so dass wir jetzt nur noch jeden zweiten Tag zur Kontrolle gehen. So wie alles aussieht wird bis nächste Woche alles verheilt sein. Sie kann dann endlich mit den anderen Nasen rumtoben.

11.04.2005
Lula ist übers Wochenende aufs Land gefahren und das hat ihr nicht nur sehr gut getan, sondern auch sehr gut gefallen. Selbst in fremder Umgebung gewinnt sie inzwischen sehr schnell an Vertrauen. Nur draußen an der Straße hat sie noch sehr viel Angst.
Beim TA waren wir heute auch wieder. Er hat heute fast alle Fäden ziehen können. Die restlichen werden Ende der Woche gezogen. Leider hat der zweite Mittelmeercheck ergeben, dass Lula Ehrlichiose positiv ist. Sie bekommt inzwischen ihre Medikamente und wird auch das in zwei Wochen überstanden haben. Die arme tapfere Maus ist uns inzwischen so sehr ans Herz gewachsen, dass wir sie nur in ein echtes Traumzuhause gehen lassen werden. Wer sie also adoptieren möchte, muss schon mächtig schleimen können Zwinkernd
Es ist schon toll, wenn ich ihre Entwicklung sehe. In den ersten Tagen nur mit eingezogener Rute und immer auf der Flucht und jetzt: Schwanzwedelnd steht sie vor uns, sobald wir morgens ein Auge auf machen. Wenn wir mal weg waren und wieder nach Hause kommen, springt sie mich sogar schon an, damit ihr Kopf höher ist als der von Loona und Nando und somit zuerst gestreichelt wird. Wenn sie es sich auf der Couch bequem macht, grummelt sie vor lauter Zufriedenheit vor sich hin. Das habe ich beim Nando zwar auch schon gesagt und geschrieben, aber auch bei Lula trifft es zu: Sie ist einfach ein Traumhund. Entweder sind alle Galgos Traumhunde oder wir haben eben Glück und bekommen nur Traumhunde in Pflege.

12.04.2005
es ist beschlossene Sache: Lula hat ein neues Zuhause gefunden. Sie bleibt bei uns!

Happy end als Pflegi Lula

Neubeginn als Familienmitglied Sally ......

17.05.2005
Heute hatte ich ein schönes Erlebnis mit unserer Sally. Wir waren auf der Höhe des Parkeingangs, als Sally ganz aufgeregt wurde. Sie hat im Park einen Dalmatiner gesehen und ist losgerannt. Das erste Mal, dass sie nicht rückwärts, sondern vorwärts gerannt ist. Dabei hat sie ganz aufgeregt gebellt. Bei kleinen, hellen Hunden war sie schon oft aufgeregt, aber noch nie bei einem großen. Ich denke, dass sie in Spanien einen netten Hundekumpel hatte, denn jeder helle Hund löst anscheinend angenehme Erinnerungen bei ihr aus.

Ansonsten geht es der Sally prima. Ihre Wunde ist suuuuuuuuuuper verheilt, so dass nichts mehr zu sehen ist. Mental ist sie auch gut drauf. Was noch geblieben ist, ist ihre Ängstlichkeit bei Fremden. Manchmal schafft sie es schon, an Fremden vorbei zu gehen ohne große Panik. Es scheint also auch hier besser zu werden.

Ich bin so froh, dass wir die Sally behalten haben. Sie ist jetzt bei uns allen die "SÜSSE" und für kein Geld der Welt würden wir sie wieder abgeben. Sie begeistert uns von Tag zu Tag mehr. Es wundert mich schon seit langem, dass eine Steigerung überhaupt noch möglich ist, aber es geht.

An den Wochenenden fahren wir jetzt (dank meinem neuen BIG-Auto) alle gemeinsam in unsere Datscha. Der Sally gefällt es dort auch ausgesprochen gut. Am besten findet sie die großen Wiesen mit den kleinen, süßen Hasen darauf. Ihre Erregung steigt dann enorm.. Ihren Beruf kann sie damit nicht mehr verleugnen.

Sally spielt jetzt sogar schon ein wenig mit Loona. Sie muss zwar immer erst aufgefordert werden, aber dann geht es. Heute habe ich das bislang schönste Spiel zwischen den beiden beobachten können.

23.05.2005
Gestern habe ich die Sally das erste Mal richtig laufen sehen ohne das sie panisch nach links oder rechts geguckt hat. Sie hatte richtig Spaß und das ganze ist passiert auf der Hundewiese von Marion und Anja. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an die beiden dafür, dass wir mit unseren Nasen dabei sein dürfen.
Sally ist auf der ganzen Wiese rum gelaufen, war im Wasser und hat andere Hunde beschnüffelt. Das war ein riesiger Fortschritt für unsere Schissbuxe. Ich freue mich schon riesig auf nächsten Sonntag, denn dann gehst wieder zur Hundewiese.

30.05.2005
Sally hat ein tolles Wochenende in unserer Datscha hinter sich. Ein Wetter wie in Spanien und Hasenspuren ohne Ende. Auf jedem Feld und jeder Wiese hat sie ihre Angst völlig vergessen und hatte nur noch Hasen im Kopf. Leider kann ich sie dadurch nicht ohne Leine laufen lassen. Unsere Datscha steht in einem Landschaftsschutzgebiet und jagen ist dort nicht erwünscht: Arme Sally.
Innerhalb unserer vier Wände, egal ob Wohnung oder Datscha, entwickelt sie sich inzwischen zu einem Wachhund. Sobald jemand fremdes kommt, wird dieser angebellt. Einbrecher werden jetzt also schon mal abgeschreckt

Juli 2005
Sally hat sich inzwischen ganz gut gemacht. Sie lässt sich mittlerweile von dem einen oder anderen Bekannten anfassen und läuft nicht ständig mehr mit eingeklemmter Rute rum. Wenn wir in unserer Datscha sind ist Sally sowieso wie ausgewechselt. Wenn ich mit ihr zum Rhein fahre ist es genauso. Auf offenen Feldern und Wiesen ist sie ganz locker und kein bisschen ängstlich. Dort läuft sie sogar voraus - in der Stadt ist daran gar nicht zu denken, da legt sie lieber den Rückwärtsgang ein. Sie hat inzwischen eine große Leidenschaft fürs Wasser entwickelt. Sobald wir am Bach oder am Rhein sind geht Sally schwimmen.
Mit dem Spielen hat Sally es immer noch nicht so - zum Leidwesen von Loona. Die animiert Sally ständig, aber leider geht Sally sehr sehr selten darauf ein. Sally spielt zwar nicht, aber dafür spricht sie jetzt. Leider haben wir noch keinen Dolmetscher gefunden und verstehen sie daher nicht besonders gut, aber süß ist das schon. Sie steht dann vor einem und bellt in kurzen und hohen Tönen. Mag allerdings nicht jeder - die Ohren leiden etwas

Sallys erster Urlaub war ein echter Erfolg. In den einsamen Wäldern ist sie richtig aufgeblüht. Als wir eine einsame Stelle am See gefunden hatten, durfte Sally das erste Mal frei laufen. Sie wollte immer ins Wasser und war richtig aufgewühlt. Sie hat sogar richtig mit Loona getobt und das Beste: Ich habe es auf Video (leider kann ich es wegen der Speichergröße nicht auf die HP stellen). Sally war dort so unbekümmert. Einmal ist sie beim Toben sogar ausgerutscht und mit einem Salto rückwärts in den See geplumpst. Danach raus aus dem Wasser, einmal kräftig schütteln und weiter ging's. Loona fand das auch ganz klasse - endlich hat Sally so richtig mit ihr gespielt - es scheint also noch Hoffnung für die zwei zu geben. Schade, dass wir nicht noch eine Woche dranhängen konnten. Sally so unbekümmert zu sehen hat riesig Spaß gemacht. Der nächste Urlaub findet auf jeden Fall wieder mit den Hundis statt und diesmal soll es nach Italien in die Toskana oder zum Gardasee gehen. Im Jahr darauf ist Frankreich geplant. Mal sehen, wie es der Sally an der Cote d'Azur gefällt. Ich war bereits zweimal dort und fand's klasse.

September 2005
Sally spielt und tobt jetzt fast täglich mit Loona. Es ist richtig schön zu sehen, wie sie immer mehr aus ihrem Schneckenhaus herauskommt. Sally zu behalten war genau die richtige Entscheidung. Für nichts auf der Welt würde ich die Kleine wieder abgeben.
Ihre Ängstlichkeit hat sie bislang noch nicht abgelegt. Bei Bekannten geht es schon ein wenig besser, aber Männer und Fremde versetzen sie immer noch in Panik. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis sie diese Angst überwindet - wenn überhaupt. Hauptsache ist aber, dass sie sich immer riesig freut und ihre Rute wie ein Propeller geht wenn wir nach Hause kommen. Dann ist kuscheln und knuddeln angesagt.
Am letzten Wochenende habe ich was Lustiges mit Sally erlebt. Wenn Sally ein Leckerchen (Wurst, Frikadelle ...) haben möchte, geht sie immer zu meinem Mann und fängt an zu sprechen. Mein Mann reagiert dann sofort und Sally ist zufrieden. Nun war mein Mann für ein paar Tage zum Seminar und was macht Sally? Sie will mit mir sprechen. Ich verstehe sie natürlich nicht, da es von mir diese Sorte Leckerchen nicht gibt und Sally geht wieder zu Loona ins Schlafzimmer - habe ich gedacht! Vorher ist sie in die Küche gegangen und hat sich noch ein Paket Brot und eine Dose Hundefutter (war bereits angefangen und mit einem Deckel verschlossen) mit ins Bett genommen. Da ich ein wenig verwundert darüber war, das Sally so schnell aufgegeben hat, bin ich dann mal gucken gegangen. Das Brot war im ganzen Bett verteilt, Sally lag mitten drin und zwischen den Pfoten die Dose - den Kunststoffdeckel fein säuberlich abgenagt - und das Futter schon fast bis zum Boden ausgeschleckt. Das war echt ein süßer Anblick - böse sein konnte ich da bestimmt nicht mehr (schade, ich habe nicht daran gedacht, davon ein Foto zu machen)

Zu Besuch bei meinem Bruder:
Schissbuxe Sally hat sich immer schön in den Blumen rund um den Teich herum verkrümelt. Dort hatte sie alle Gäste im Blick und war immer sprungbereit. Meine Schwägerin hat neben Mann, Kindern, Hund, Katzen, Meerschweinchen, Hasen, Fische im Aquarium und Teich, Langhalsenten (die Schneckenfresser) auch noch einen Hahn und ein paar Hühner. Eines der Hühner büxt immer aus und geht dann im Garten spazieren. Chico, der Bernersenne, sieht das ganz locker. Sally ist da irgendwie ganz anders. Huhn entdeckt, Panik vergessen und Gas gegeben - Huhn erbeutet. Einmal kräftig geschüttelt und dann habe ich ihr das Huhn abgenommen. Das arme Huhn hat ne Menge Federn lassen müssen, aber es hat überlebt. An diesem WE ist es allerdings nicht mehr freiwillig aus dem Hühnerstall gekommen.

Heute, 13.09.05, hat Sally das erste Mal mit einem Ball gespielt. Es war überhaupt das erste Mal, dass sie mit einem Spielzeug gespielt hat. Ich freu mich riesig, dass die Süße immer mehr auftaut. Sie ist jetzt fast ein halbes Jahr bei uns und hat wirklich gute Fortschritte gemacht. Allerdings glaube ich, dass Sally älter ist als man uns gesagt hat. Körper und Kondition passen einfach nicht zu dem angegebenen Alter von 5-6 Jahren, sondern eher zu dem einer 8-9 jährigen. Aber egal, wir alle lieben unsere OMA.

Februar 2006
Sally ist immer noch ein ängstlicher Hund Menschen gegenüber. Andere Hunde findet sie allerdings toll und die möchte sie auch immer begrüßen. Genau das wurde Sally jetzt zum Verhängnis. Wir sind, wie schon so oft, zum Rhein gefahren, damit sich die Hundis austoben können. Natürlich waren wir nicht die einzigen Spaziergänger mit Hund dort. Da Sally ein überaus lieber und freundlicher Hund ist, darf sie bei mir auch frei laufen. Ich muss mir nie Sorgen um die anderen Hunde machen. Leider hätte ich mir Sorgen um Sally machen sollen, denn wir trafen auf eine Frau mit Hund. Der Hund lief ebenfalls ohne Leine. Sally wollte ihn freudig begrüßen und der andere Hund hat sofort zugebissen. Die Besitzerin hatte dann die Frechheit zu behaupten, dass Sallys blutende Bisswunden schon älter wären und auf keinem Fall von ihrem Hund stammen. Daraufhin hat sie sich entfernt. Ich hätte sofort die Polizei rufen sollen, um deren Personalien feststellen zu lassen, denn ohne Personalien keine Konsequenzen. Mir war in diesem Augenblick die Sally natürlich wichtiger. Sie hatte eine riesige Wunde an der hinteren linken Flanke und weitere an Hals und Rippenbereich. Ich habe sie sofort in die Klinik gebracht. Nach 5 Stunden durften wir Sally nach Hause holen. Sie wurde an 6 Stellen genäht und nun hoffen wir, dass es nicht noch zu einer Entzündung kommt, denn Bisswunden können ja höchst infektiös sein. HIER gibt es ein paar Fotos von Sallys Nähten.
Ich habe mich inzwischen bei der Polizei erkundigt, was in so einem Fall zu tun ist. Auf jeden Fall kann die Polizei zur Feststellung der Personalien gerufen werden, falls der Hundebesitzer diese verweigert, denn ohne Personalien ja bekanntlich keine Ersatzansprüche, wie tierärztliche Kosten - bei Sally 257,41€ plus Nachbehandlung. Da ich in meiner Aufregung und Sorge um Sally nicht auf die Polizei warten wollte, kann ich die Frau auch noch zu einem späteren Zeitpunkt zivilrechtlich belangen, vorausgesetzt, ich sehe sie nochmal und erhalte die Personalien (freiwillig oder durch die Polizei). Also immer schön Handy mitnehmen beim Spaziergang mit dem Hund!

Sally geht es inzwischen wieder viel besser. Sie spielt wieder und Angst vor Hunden hat sie auch nicht. Leider ist sie kein bisschen vorsichtiger als vor der Beißerei. Etwas Zurückhaltung hätte ich mir jetzt doch gewünscht. Also müssen wir in Zukunft noch besser auf unsere Sally aufpassen.

03.03.2006
Bei Sally sind gestern die letzten Fäden gezogen worden. Leider hat sie nun direkt neben der Naht wieder ein großes Loch. Die große Wunde musste auch von innen genäht werden. Normalerweise löst sich der Faden auf, nur bei Sally nicht. Der Faden wird vom Körper abgestoßen und sucht sich nun einen Weg nach draußen. Das sieht nicht schön aus und wenn wir Pech haben passiert das auf der anderen Seite der Narbe auch noch. Das ist so unfair. Ausgerechnet Sally, die schon so viel im Leben mitmachen musste, hat jetzt wieder so viel Pech. Sie ist allerdings ganz tapfer und wird dafür auch mit ganz vielen Streicheleinheiten getröstet.

April 2006
Wir verbringen unser erstes Wochenende in dieser Saison in unserer Datscha und sind total baff. Sally ist gegenüber Menschen immer noch sehr scheu, aber heute hat sie einen riesigen Fortschritt gemacht. Mein Mann und Sally saßen auf der Couch, als unser Nachbar herein gekommen ist. Normalerweise springt Sally dann auf und geht ins Kinder- oder Schlafzimmer. Heute ist sie liegen geblieben und selbst dann noch, als sich der Nachbar auch auf die Couch gesetzt hat. Sie hat sich sogar von ihm streicheln lassen und hat ihm die Pfote aufs Bein gelegt, als er aufhören wollte. Wir waren total baff und freuen uns nun riesig über dieses Ereignis. Sally anfassen zu dürfen, davon träumen noch viele!

September 2009
Ich habe lange nichts mehr über Sally geschrieben *schäm*, das soll sich nun ändern!
Sally ist Fremden gegenüber immer noch ängstlich und hält ihren Sicherheitsabstand ein. Bekannte und Freunde, die sie häufiger sieht, dürfen sie inzwischen fast alle streicheln.
Der Umzug ins Haus im vergangenen Jahr hat ihr auch super gut getan. Sie tobt mit Loona durch den Garten und hat dadurch auch dort einen Teil ihrer Ängstlichkeit verloren. Unsere Nachbarin gibt den Hunden immer ein Leckerli am Zaun. Die ersten Tage hat Sally sich nicht getraut, aber jetzt steht sie auch immer am Zaun. Sie nimmt nicht nur das Leckerli, sie lässt sich auch streicheln.
Leider merkt man auch, dass Sally in die Jahre kommt. Das Laufen fällt ihr inzwischen immer schwerer, woran ihr Übergewicht auch Anteil trägt. Leider kann mein Mann es nicht sein lassen, ihr und den anderen Hundis immer wieder Wurst und andere Fettmacher zu geben. Sie müsste viel mehr Bewegung haben, aber das schafft sie nicht mehr. Ganz besonders an den warmen Tagen leidet sie besonders.
Sally ist einfach nur ein Traum von Fellnase. Sie ist lieb, macht nie Probleme, auch nicht, wenn ihr wieder ein neuer Pflegehund vor die Nase gesetzt wird. Auch über den Einzug des Katers hat sie sich gefreut. Seitdem nenne ich sie auch „Mama Sally“. Sie ist sehr fürsorglich und kümmert sich um die anderen Fellnasen.

Ich möchte unserer Sally an dieser Stelle einmal ganz herzlich dafür danken, dass wir sie bei uns haben dürfen und ich hoffe so sehr, dass sie uns auch noch viele viele Jahre erhalten bleibt.

Oktober 2010
Seitdem wir in unserem Haus wohnen, hat Sally super Fortschritte gemacht. Sie ist kaum noch ängstlich, traut sich an viele Menschen inzwischen heran und lässt sich von einigen auch anfassen und streicheln. Mit unseren Pflegehunden hat sie, wie Loona auch, nie Probleme, alle werden freudig begrüßt und aufgenommen.

Sally ist inzwischen unsere liebe Oma! Wenn es draußen etwas wärmer ist, hat sie schon arg ihre Probleme. Im Urlaub konnte sie nachmittags nicht immer die großen Runden durch den Wald mitlaufen. Da auch Pflegi Abuelito ein Opa ist und auch nicht mehr so die Puste hat, sind die beiden an den ganz heißen Tagen mit ihrem Herrchen immer eine kleinere Runde gelaufen – ihren Spaß hatten sie dennoch. Morgens war es ja noch nicht so warm, da sind sie immer die große Runde mitgelaufen, haben getobt und wollten mit den jüngeren Hunden mithalten, was natürlich so gut wie nie geklappt hat.

Sally vergisst oft wie alt sie ist, wir sehen es schon. Unser größter Wunsch ist es, dass wir sie noch viele Jahre bei uns haben werden. Sie ist eine große Bereicherung für uns!


Oktober 2011
Sally bleibt unser Sorgenkind. Sie ist in den letzten Monaten stark gealtert und baut immer mehr ab. Wir gehen regelmäßig in die Klinik, um ihre Milz kontrollieren zu lassen, die Leberwerte müssen auch wieder kontrolliert werden. Derzeit hat die Maus auch noch eine entzündete Zehe, das Laufen tut ihr weh. Dennoch will sie draußen immer ihre ein bis zwei großen Runden rennen und wir lassen sie auch. Vielleicht wäre es besser sie zu schonen und sie an der Leine zu lassen, aber sie liebt ihre „Runden“ und zeigt anschließend ein glückliches Gesicht. Sie kann anschließend zwar kaum noch laufen, setzt eine Pfote vor die andere, aber wichtig ist für uns nur, dass sie ihr Leben bis zum letzten Tag genießen kann.


April 2012
Unsere Oma Sally macht uns weiterhin Sorgen. Sie wird immer wackeliger auf den Beinen, ist senil und schwerhörig. Die Schwerhörigkeit bekommt ihr allerdings gut, Angst kennt sie kaum noch. Auch letztens beim Tierarzt war sie viel lockerer als früher. Wir waren zur Impfung dort, sie durfte Loona, Luna und die Miezen Leylin und Eragon zur Verstärkung mitnehmen ;-)

Frei laufen lassen ist bei ihr inzwischen ein Risiko. Vor 3 Wochen ist sie uns im Park abgehauen. Sie lief einfach in die andere Richtung und lief und lief ….. da sie nicht mehr gut hört, waren Rufe nutzlos, also hinterher …. Da sie nicht mehr besonders fit ist, läuft sie zum Glück auch nicht mehr so schnell und auch nicht mehr so lange. Sie lief in unsere Wohnsiedlung, wechselte hier zweimal die Richtung und blieb dann vor einem Haus stehen. Als mein Mann sie dort einholte, war sie sehr zufrieden und tippelt schön mit nach Hause. Anschließend hat sie einen ausgiebigen Nachmittags-Schlaf abgehalten ;-)

Die täglichen Gassirunden genießt sie noch, sie will immer mit. Allerdings hält sie es meistens nicht mehr die paar Meter (ca. 250m) zum Park aus und macht schon immer unterwegs ihre Geschäfte, was nicht so erfreulich ist. Trotz Kotbeutel bleibt ja leider immer ein wenig Kaka an den Steinen hängen. Wir hoffen sehr, dass unsere Nachbarschaft es der Oma nicht so übel nimmt.

Unsere Sallymaus, nur Gott weiß wie lange wir sie noch haben dürfen. Wir hoffen noch sehr lang.
   

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Hundewiese 179
Hundewiese 179
Hundewiese 181
Hundewiese 181
Hundewiese 242
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Lula & Chico (7...
Lula & Chico (7)
LULA-21
LULA-21
Lula 026
Lula 026
Lula 027
Lula 027
Lula 032
Lula 032
Lula 033
Lula 033
Lula 034
Lula 034
Lula 035
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Lula 036
Lula 036
Lula 037
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Lula 039
Lula 039
Lula 040
Lula 040
Lula 041
Lula 041
Lula 053
Lula 053
Lula 055
Lula 055
Lula 059
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Lula 061
Lula 061
lula clinik
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Sally Bisswunde...
Sally Bisswunde (1)
Sally Bisswunde...
Sally Bisswunde (2)
Sally Bisswunde...
Sally Bisswunde (3)
Sally Bisswunde...
Sally Bisswunde (4)
Sally Bisswunde...
Sally Bisswunde (5)
Sally relax 07....
Sally relax 07.05
Sally relax 070...
Sally relax 0705
Sally rennt
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Sally Rhein
Sally Rhein
Sally Rhein1
Sally Rhein1
Sally Rhein2
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Sally Twistesee
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sally und marie
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Sally wiese
Sally wiese
Trio
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Fortsetzung folgt.....

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